EURUSD: Die Europäische Kommission hat ihre Prognosen zum Schlechten überarbeitet. Die Entscheidung der Fed hat keinen Einfluss auf die Märkt

Die europäische Währung kehrt allmählich in einen Abwärtstrend zurück, der sich in naher Zukunft bilden kann. Immer mehr Marktteilnehmer erwarten, dass die Federal Reserve den Zinsanstieg nicht verzögern wird, was die Position des US-Dollars gegenüber einer Reihe von Weltwährungen nur stärken wird.

Der heutige Bericht der Europäischen Kommission birgt viele Risiken für die Zukunft der Eurozone. Die Überarbeitung der Prognose in Richtung auf ein nachlassendes Wirtschaftswachstum wirkte sich negativ auf den Wechselkurs der europäischen Währung aus. Die Europäische Kommission hat die letzte Prognose im Juli dieses Jahres veröffentlicht.

Den Daten zufolge hat die Europäische Kommission die Prognose des Wirtschaftswachstums in der Eurozone 2018 bei 2,1% aufgegeben, die Prognose des BIP-Wachstums in der Eurozone im Jahr 2019 wurde jedoch von 2,0% auf 1,9% gesenkt. Das Wirtschaftswachstum dürfte sich bis 2020 auf 1,7% verlangsamen.

Die Überarbeitung der Prognose steht in direktem Zusammenhang mit neuen Risikofaktoren, zu denen jetzt die Überhitzung der US-Wirtschaft und ein schneller Anstieg des Fed-Satzes gehören. Spannungen in den Handelsbeziehungen, steigende Energiepreise und politische Unsicherheit dürfen wir nicht vergessen.

Es ist wichtig anzumerken, dass die Europäische Kommission die Prognose für das deutsche BIP-Wachstum im Jahr 2018 von 1,9% auf 1,7% gesenkt hat, was ein sehr schlechtes Zeichen ist.

Die Inflation wird innerhalb des Zielniveaus der Europäischen Zentralbank bleiben. Zu diesem Schluss kamen die Ökonomen der Europäischen Kommission, die den Verbraucherpreisindex in der Eurozone im Jahr 2018 mit 1,8% prognostizieren, verglichen mit der vorherigen Prognose von 1,7%. Die Inflation wird 2019 voraussichtlich auf 1,8% gegenüber der vorherigen Prognose von 1,7% ansteigen.

Gute Inflationsraten könnten die Europäische Zentralbank dazu veranlassen, im nächsten Jahr ihre Geldpolitik zu ändern.

Die Ökonomen rechnen für 2018 mit einer Arbeitslosigkeit in der Eurozone von 8,4% und 2019 mit 7,9%. Die Prognose blieb gegenüber Juli unverändert. Was das Haushaltsdefizit der Eurozone anbelangt, so geht die Europäische Kommission davon aus, dass sie 2018 bei 0,6% liegen wird, verglichen mit der vorherigen Prognose von 0,7%. Bedeutende Änderungen können jedoch bereits 2019 beginnen, wenn Italien sein Haushaltsdefizit erhöht.

Der heutige Bericht zur deutschen Außenhandelsbilanz war enttäuschend.

So betrug der positive Saldo des deutschen Außenhandels im September dieses Jahres 17,6 Milliarden Euro gegenüber 18,2 Milliarden Euro im August. Die Ökonomen hatten erwartet, dass sich der Rest auf 18,3 Milliarden Euro erhöhen würde. Der Rückgang ist auf die deutschen Exporte zurückzuführen, die im September dieses Jahres um 0,8% abnahmen, während die Importe nur um 0,4% zurückgingen. Der Leistungsbilanzüberschuss der deutschen Zahlungsbilanz betrug im September 21,1 Milliarden Euro.

Wechselkurse 09.11.2018 Analyse

Die ganze Aufmerksamkeit der Händler am Nachmittag wird sich auf die Entscheidung der Federal Reserve zu Zinssätzen konzentrieren, die wahrscheinlich unverändert bleiben werden. Ökonomen erwarten auch keine wesentlichen Änderungen in der Erklärung der Fed, die unmittelbar nach der Zinsentscheidung veröffentlicht wird.

Quelle: https://www.instaforex.com/de

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